Prävention durch Ernährung
Da die Ernährung mit großer Wahrscheinlichkeit einen großen Beitrag zur Krebsentstehung im Dickdarm spielt wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und anderen nationalen und internationalen Gremien "Ernährungsempfehlungen zur Verminderung des Krebsrisikos" formuliert:
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Gemüse und Vollkornprodukte sollten in größeren Mengen verzehrt werden und zum Hauptbestandteil der Ernährung werden.
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Fisch und Geflügel sollten gegenüber rotem Fleisch bevorzugt werden.
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Der Alkoholkonsum sollte die Menge von 20 g/Tag nicht übersteigen.
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Eine exzessive Energieaufnahme sollte vermieden werden.
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Zu körperlicher Aktivität wird geraten.
In Übereinstimmung mit Leitzmann, C. et al.“ Ernährung in Prävention und Therapie“ empfehlen wir folgende Nahrungsergänzung:
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Ein Multi-Vitamin / Multi-Mineralstoff Präparat zur Grundversorgung des Organismus mit allen notwendigen Mikronährstoffen bei Tumorkachexie (Appetitlosigkeit durch Tumor bzw. Therapie).
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Antioxidantien wie Traubenkernextrakt (OPC), Bioflavonoide, Vitamin E, C und Beta-Karotin hochdosiert.
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MGN-3 bzw. Myzel des Shiitake-Pilzes (MIC3) zur Stärkung des Immunsystems.
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Essentielle Aminosäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei Aversion gegen tierische Speisen während den Therapien.
Darüber hinaus sind zur Vorbeugung folgende Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen:
L-Glutathion
L-Glutathion basiert auf den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin. Es ist ein starkes Antioxidans und gilt als wirksamer Immunstärker.
Ballaststoffe wie Flohsamen
Der regelmäßige Verzehr von Ballaststoffen ist für die Gesundheit des Darmtraktes von entscheidender Bedeutung. Das angesehene American Cancer Institute der USA empfiehlt 20-35 g Ballaststoffe in der täglichen Ernährung. Diese helfen dem Darm, Giftstoffe und schädliche Stoffwechselabbauprodukte schnell auszuscheiden, indem die Geschwindigkeit, in der der Speisebrei den Darmtrakt passiert, erhöht wird. Dies vermindert wesentlich das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Darüber hinaus halten Ballaststoffe die Darmflora gesund, die in der Verdauung und für die Immunabwehr eine wesentliche Rolle spielt.
Beta-1,3-Glucan
Eine Vielzahl von Studien belegt die immunsteigernde Wirkung von Beta-1,3-Glucan. So aktiviert es die Makrophagen und Leukozyten, die im Immunsystem an vorderster Front stehen. Sie können Tumorzellen identifizieren und bekämpfen, Rückstände durch Schädigungen freier Radikale beseitigen und körperfremde Eindringlinge bekämpfen. Beta-1,3-Glucan verzögert die Hautalterung, indem es die Langerhans-Zellen in der Haut stimuliert, wodurch diese Viren, Bakterien und zellfremdes Material in der Haut verstärkt "fressen" und damit neutralisieren können. Es senkt darüber hinaus nachweislich den Spiegel des "schlechten" Cholesterins LDL im Blut um bis zu 8% und erhöht das gute Cholesterin HDL um bis zu 16%.
Selen
In der Ärztezeitung vom November 2001 wurde darüber hinaus darauf hingewiesen, dass Selen "die unerwünschten Wirkungen von Chemo- und Strahlentherapie senken und der Neubildung von Tumorgewebe entgegenwirken kann". Diese Beobachtungen wurden an Patientinnen mit Unterleibskrebs gemacht, die Selen in Form von Natriumselenit erhielten. Um die Wirksamkeit zu erhalten, soll Natriumselenit unabhängig von Vitamin C eingenommen werden.
Beachtenswert ist außerdem, dass laut Dr. Jens Büntzel vom Zentralklinikum in Suhl nur einer von zehn Tumorpatienten über genug Selen im Blut verfügt. Bei Selenmangel ist die Aktivität körpereigener Entgiftungssysteme vermindert.
Krebskranke nach Chemotherapie brauchen eine Immun-Regeneration: Münchner Arzt rät zu Mikronährstoffen und Selen / Studie bei Fatigue geplant
Das Immunsystem von Krebspatienten wird durch eine Chemotherapie stark in Mitleidenschaft gezogen. Dr. Peter Holzhauer aus München empfiehlt daher ein Nebenwirkungsmanagement mit Immun-Regeneration und Ernährungstherapie.
Was haben Krebspatienten und Sportler nach einer großen Anstrengung gemeinsam? Beide haben einen gestiegenen Bedarf an Mikronährstoffen und Energie, der oxidative Streß und die immunologische Belastung sind erhöht, und beide sind stark erschöpft, hat der Arzt von der Veramed-Klinik am Wendelstein beim Medica-Kongreß berichtet. Der Unterschied: Sportler könnten sich regenerieren, Tumor-Patienten aber nicht, so Holzhauer bei einem Symposium zur Immun-Regeneration.
Bei einer Chemotherapie wendet Holzhauer in der Klinik eine multimodulare adjuvante Behandlung mit Psychotherapie und Sport an. Außerdem behandelt er die Patienten zur Immun-Regeneration hochdosiert mit Natriumselenit (1000 µg als Kurzinfusion vor der Chemotherapie sowie 300 µg oral an den Tagen ohne die zytostatische Behandlung). Zudem gibt er den Patienten ein Präparat mit bilanzierten Mikronährstoffen sowie L-Carnitin (zwei bis vier Gramm pro Tag).
Und schließlich achtet er bei den Patienten auf die Ernährung, "denn 50 Prozent der Tumorpatienten haben schon vor der Diagnose ungewollt an Gewicht verloren." Bei Unter- oder Mangelernährung werden die Krebskranken daher enteral mit Ernährungspräparaten oder auch mit Sondenkost ernährt. Durch diese Behandlung wird bei den Patienten mindestens die Lebensqualität verbessert, sagte Holzhauer.
In einer Untersuchung mit insgesamt 60 Patienten will Holzhauer jetzt belegen, daß eine solche Therapie auch gegen ein Leitsymptom bei Krebs, die Fatigue, wirkt. Obwohl 80 Prozent aller Krebspatienten unter der Müdigkeit mit Antriebsschwäche und Konzentrationsstörungen litten, gebe es bei nicht-anämiebedingter Fatigue bisher kein schlüssiges Behandlungskonzept, betonte Holzhauer.
(Ärzte Zeitung, 26.11.2004)
Pro- und Prebiotika unterstützen die Krebsbehandlung
BERLIN (gvg). Pro- und Prebiotika können die Behandlung von Tumorpatienten unterstützen und Begleitsymptome wie Durchfälle reduzieren. Ernährungswissenschaftler halten es auch für möglich, daß entsprechende Präparate Malignome im Darm verhindern können.
Probiotika sind definierte, lebende Mikroorganismen. Prebiotika sind für Menschen unverdauliche Zucker, die das Wachstum mancher Bakterien im Darm fördern sollen. Es gebe Untersuchungen, die auf einen günstigen Einfluß probiotischer Präparate bei der Prävention von durch Strahlentherapien hervorgerufene Durchfällen schließen ließen, so Professor Wolfgang Scheppach von der Universität Würzburg auf dem Deutschen Krebskongreß in Berlin. Auch bei Patienten mit einem Pouch nach Darmresektion ließen sich mit Probiotika Entzündungen verhindern.
Bei der Chemoprävention des Kolorektal-Ca durch Pro- und Prebiotika gebe es noch nicht genug Daten für Empfehlungen, so Scheppach auf einer Satellitenveranstaltung des Unternehmens Orthomol. Aus Tierversuchen gehe aber hervor, daß sich mit Bifidobakterien die Malignominzidenz im Gastrointestinaltrakt nach Gabe chemischer Karzinogene verringern läßt.
Ähnliche Daten gebe es für Prebiotika. Endprodukte des bakteriellen Saccharidstoffwechsels könnten die Tumorzellproliferation in vitro hemmen. Die Produkte entstehen vermehrt, wenn Prebiotika aufgenommen werden. Und wie Probiotika scheinen auch Prebiotika im Tierversuch die Zahl der Tumorvorstufen zu verringern. (Ärzte Zeitung, 03.03.2004)
Unsere Produkte mit den genannten Substanzen:
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